Archiv für die Kategorie ‘Neuseeland’

Bye Bye New Zealand!

Dienstag, 04. Mai 2010

Heute ist unser letzter Abend in Neuseeland. Wir hatten hier echt eine tolle Zeit und nehmen ganz viele beeindruckende Bilder und Erinnerungen mit. Morgen Mittags gehts mit Qantas nach Sydney. Dort werden wir 5 Tage bleiben und dann schließlich uns mit  dem Camper auf die weite Strecke nach Cairns begeben. Wir hoffen, dass wir dort auch so regelmäßig ins Internet kommen können um euch von unseren Erlebnissen zu berichten.

Gestern waren wir noch einmal Pinguine anschaun, diesmal allerdings andere. In Oamaru leben die kleinsten Pinguine der Welt – die Blue Penguins, sie werden gerade einmal 30cm groß und kommen in Scharen nach Sonnenuntergang ans Land zurück. Leider durften wir keine Fotos machen, aber das Schauspiel war echt niedlich anzusehen.

Und jetzt bleibt uns nur zu sagen: Bye Bye New Zealand, bis vielleicht (oder mit Sicherheit!?) irgendwann mal wieder!

Fjordland und Otago Peninsula – Neuseeland Tag 8-9

Montag, 03. Mai 2010

Am Samstag in aller Frühe haben wir uns auf den Weg gemacht die 2,5h stündige Autofahrt von Te Anau nach Milford Sound angetretten um dort um 10 Uhr gleich die erste Bootstour mit zu machen. Die Straße war kurvig, aber bot – wie so oft – an vielen Stellen ein sagenhaften Ausblick. In Milford Sound startet man mit dem Boot und fährt durch einen Fjord Richtung Tasmanische See, um einen herum sind hohe Berge, alles dicht mit Bäumen und Sträuchern bewachsen und fast überall findet man einen hohen Wasserfall. Die Aussicht ist unglaublich! Unterwegs sind wir Delfinen und Robben begegnet, einfach toll. Auf dem Rückweg haben wir dann eine kleine Wanderung durch den Regenwald gemacht – sehr beeindruckend.

Danach sind wir durch grüne Schaflandschaften weiter nach Dunedin gefahren (5h), haben uns hier am Sonntag morgen kurz den schönsten Bahnhof der Welt angeschaut und sind dann ins ca. eine Stunde enfternte Otage Peninsula gefahren. Das ist eine vorgelagerte Halbinsel. Dort sind wir zur Sandy Bay durch steile Dünen gewandert. Am atemberaubenden Strand angekommen, haben wir die sich dort sonnenden Seelöwen betrachtet und Pinguine aus weiter Entfernung gesehen.

Im Anschluss haben wir dann in einem Reservat beobachtet, wie die sehr seltenen Yellow-Eyed Penguins aus dem Meer ans Land kommen. Sie sind während des Tages bis zu 45km von der Küste entfernt auf der Suche nach Nahrung bis sie in der Dämmerung wieder an Land kommen und dort auch noch ca. 300-1000m rumwatscheln bis sie sich niederlassen bzw. ihr zu Huase gefunden haben. Diese Pinguine sind gerne alleine, sie mögen es z.B. nicht, wenn sie andere Nester sehen können und warten bei ihrem Landgang auch darauf möglichst einen großen Abstand zu anderen Artgenossen (außer ihrem Partner) zu haben. In dem Reservat wurden überirdische Tunnel gebaut,die zu Beobachtungshäuschen mit Sehschlitzen führen, woraus man die Pinguine beobachten konnte, ohne die Tiere damit zu verängstigen. Es war wirklich toll diese Tiere einmal in freier Wildbahn zu sehen.

Die Landschaften, sowohl im Fjordland als auch in Otago Peninsula hauen einem einfach um. Obwohl wir eine gute Kamera mit Weitwinkel haben, geben die Bilder die Schönheit wirklich nur zu einem Bruchteil wider, so dass ihr euch alles noch tausend Mal schöner vorstellen müsst!

Neuseeland – Tag 6-7

Freitag, 30. April 2010

Trotz schlechtem Wetter, Überflutungswarnungen und Regen haben wir immer noch gute Laune :-) !!! Wir waren jetzt zwei Tage in Queenstown, einem wirklich süßen Ort inmitten der Berge am Lake Wakatipu und waren Offroad Quad fahren – durch unzählige Schlammlöcher, Pfützen, kleine Bäche (obwohl man knietief im Wasser war aufgrund des vielen Regens), Hügel hoch und wieder runter – das war ein Spaß und Adrenalin-Kick pur.

Am Freitag sind wir dann mit der Seilbahn auf den Berg gefahren und haben die Aussicht genossen, denn für einige Stunden war im Himmer ein Wolkenloch und man konnte umliegende Berge, Täler und die Ausmaße des Sees erkennen. Dort sind wir dann ein wenig rumgewandert und anschließend noch in einen Park gegangen, in dem man Kiwis – der Nationalvogel – sehen kann. Die sind hier mittlerweile fast ausgestorben, so dass es zahlreiche Schutzprogramme gibt. Sie leben im Unterholz, sind sehr scheu und  echt total  niedlich mit ihrem kugeligen Körper und langen Schnäbeln. Bei den Tieren ist alles genau andersherum – das Weibchen ist größer als das Männchen und nachdem es die Eier gelegt hat, brütet das Männchen sie aus.

Am Nachmittag sind wir dann weiter nach Te Anau gefahren. Das ist der letzte Ort vor Milford Sound, von dem aus wir am Samstag mit dem Boot in die berühmten Fjordlandschaften aufbrechen werden.

Bei den Fahrten mit dem Auto durch die Landschaften stellen wir immer wieder fest wie weitläufig Neuseeland ist, wie schön sich Berge mit Ebenen abwechseln und wie einsam hier alles ist. Man kann hier gut und gerne 10-15min fahren ohne einem Auto zu begegnen. Außerdem stellen wir immer wieder veblüfft fest, wie unterschiedlich die Vegetation ist. Mal grüne Wiesen, mit unzähligen Schafen oder Kühen/Rindern drauf, dann mal wieder Wälder oder einfach Büsche und jedesmal denkt man, hier ist bestimmt Herr der Ringe gedreht worden. Einfach nur schön…

Tag 1-5 in Neuseeland

Mittwoch, 28. April 2010

Nach der Landung in Christchurch sind wir am Sonntag ca. 150km nördlich nach Kaikoura gefahren. Dort gibt es eine Robben-Kolonie und einen schönen Küstenwanderweg. Berühmt ist das Örtchen wegen der ganzjährig dort lebenden Wale.

Eigentlich wollten wir dann am Montag Vormittag dort eine Whale-Watching Tour per Boot machen, als es dann jedoch eine „strong sea sickness warning“ wegen besonders hohem Wellengang gab, haben wir uns entschieden das Ganze aus der Luft zu betrachten. Und so sind wir beide das erste Mal in unserem Leben Helikopter geflogen. Alles war total durchorganisiert, d.h. es wird genau abgepasst, wann die Wale auftauchen (sie tauchen in der Regel ca. 45-55min und holen dann für ca. 10min Luft). Die Größe ist auf jeden Fall total beeindruckend, denn der Wal, den wir gesehen haben, war genauso lang, wie das 18m lange Boot daneben.

Danach sind wir weiter ca. 150km nach Hanmer Springs gefahren (ins Landesinnere) und haben dort die Hot Pools besucht.

Am Dienstag haben wir dann die neuseeländischen Alpen überquert und wurden vom Regen begrüßt. Nach 3h Autofahrt haben wir uns dann entschlossen in Greymouth abzusteigen und nicht wie geplant zu den Pancake Rocks zu fahren, denn es hat einfach total geschüttet. In der Hoffnung, dass es heute besser wird, sind wir an der Westküste gen Süden gefahren – und wurden wieder vom Regen eingeholt, weshalb der geplante Ausflug auf den Franz Josef Glacier (Gletscher) geplatzt ist. Da die nächste Stadt 500km entfernt ist und wir wegen des schlechten Wetters nichts machen konnten, saßen wir heute neun Stunden im Auto (hier gibt es keine Autobahnen, man kann max. 100km/h fahren, jedoch sind es fast alles Serpentienen, weshalb es teilweise echt ewig dauert) und sind vorhin in Queenstown angekommen. Nach vier Nächten in Hostels haben wir uns jetzt für zwei Tage mal ein Hotel gegönnt, vor allem auch aus dem Grund, weil die Hostels nicht geheizt sind. Die Wetteraussichten hier sind allerdings auch nicht doll – man sagte uns, das schlechte Wetter sei „very unusual“ – super, wir haben anscheinend ein Händchen für ungewöhnliche Wetterphänomene…

Die Landschaften in Neuseeland sind wirklich so atemberaubend, wie man immer hört, wir hoffen wir bekommen noch ein wenig Sonnenschein – oder zumindest trockene Tage um die Schönheit auch richtig schätzen lernen zu können.