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Costa Rica – ein Fazit…

Wir haben drei ganz wundervolle Wochen in Costa Rica verbracht. Das Land verfügt nicht nur über ein einzelnes großes Highlight, sondern über viele tolle Attraktionen und genau das ist es, was Costa Rica zum perfekten Reiseziel macht: die Abwechslung – wir waren auf Vulkanen, sind durch den Dschungel gewandert, haben exotische Tiere gesehen, waren am Strand und im Nebelwald (siehe unsere Route). Und man kann wirklich alles auf eigene Faust machen und braucht fast keine Spanischkenntnisse, denn in der Regel sprechen die Ticos in den Touristenregionen sehr gutes Englisch. Wir können Costa Rica allen Leuten empfehlen, die im Urlaub nicht nur auf einer Strandliege verbringen möchten, sondern sich auch körperlich (viel wandern) betätigen möchten und dabei viel Natur erleben wollen. Die vielen Nationalparks sind dafür ideal, denn hier ist das Gebiet einfach geschützt und die Tiere nutzen diesen Lebensraum und daher ist die Chance Wildtiere zu sehen einfach höher, als woanders. Dazu benötigt man auf jeden Fall ein SUV-Auto und einen guten und detaillierten Reiseführer (wir empfehlen den von Reise-KnowHow ISBN 3831717680) und natürlich noch ein bisschen Geld, denn Costa Rica ist in den letzten Monaten und Jahren deutlich teurer geworden, “einfache” (nach europäischen Standard) Hotel- bzw. Cabina-Übernachtungen kosten je nach Region zwischen 50US$ – 70US$, Essen in einem einfachen Restaurant pro Gericht ca. 8-10US$ und Wasser im Supermarkt kostet z.B. 1,30€/2l. Nichts destotrotz sind die Fleischgerichte und die Batidas (natürliche Fruchtgetränke mit z.B. Brombeeren, Bananen, Erdbeeren, Wassermelonen oder Honigmelonen und noch viele weitere) jeden Cent wert.

Wieder zurück im kalten Deustchland bleibt uns nur eins zu sagen: Pura Vida!!! =)

Schöner Artikel bei n-tv.de – Costa Rica ist ein Naturparadies

Puerto Viejo/Playa Cocles – Karibik

Unsere vorletzte Station hat uns zur wunderschönen Karibikküste geführt und zwar ins kleine, sehr alternative Örtchen Puerto Viejo, in dem alles “easy going” scheint. Wir wohnen hier etwas außerhalb (3km) in einer kleinen Cabina (Cabinas Rio Cocles – wurde uns empfohlen und ist auch super) direkt am Strand.

Hier haben wir mal zwei Tage absolut gar nichts gemacht (muss ja auch mal sein ;-) ), außer am Strand gelegen, gelesen, mit dem Boogie Board die Wellen bezwungen (die hier durchaus beachtlich sind) und gut gegessen.

Baru/Manuel Antonio

Wir hatten zwei tierische Tage, bzw. tierreiche zwei Tage :-) Soll heißen wir haben uns am Sonntag von Monteverde Richtung Manuel Antonio aufgemacht und haben in der Hacienda Baru, ca. 40km südlich von Quepos/Manuel Antonio, übernachtet, weil der Nationalpark Montags regulär geschlossen hat. Das hat sich als Glücksgriff erwiesen, denn dieses 350ha große Privareservat mit Übernachtungsmöglichkeit bietet eine Vielzahl verschiedener geführter Touren an. Somit haben wir Montagfrüh um 6Uhr an einer drei stündigen Birdwatching-Tour durch Sekundärwald und Mangroven teilgenommen und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Wir haben endlich Tucane, Faultiere, Leguane und viele weitere Vögel in freier Natur gesehen.

Auch der Guide war sehr nett und wusste viel zu berichten. Nach diesem ereignissreichen frühen Morgen haben wir dann in Manuel Antonio Quartier bezogen und uns entspannt. Heute – Dienstag – sind wir dann zum Nationalpark gefahren und mussten gleich feststellen: touristisch ohne Ende, Parkplatzgeühr und jede Menge unseriöser Typen mit überteuerten Angeboten zu geführten Touren. Kein Vergleich zur o.g. Organisation mit max. 8 Teilnehmern pro Guide. Der Hauptweg im Park war gepflastert von Gruppen (10-20Pers) mit ihren Guides und ihren Teleskopen. Wir wollten uns schon den Spaß machen uns einfach hinzustellen und lautstark zu rufen: “Look, there is a monkey”. Wir habens gelassen – schade eigentlich. Diese Massen haben sich dann zum Glück verteilt, so konnten wir fast ungestört eine kleine Runde durch den NP drehen um uns dann schließlich am Strand etwas zu entspannen.

Und was soll ich sagen, wir lagen an einer günstigen Stelle, wo uns Waschbären, Affen (Kapuziner-Affen, Totenkopfäffchen und Klammeraffe) und Faultiere quasi über den Weg gelaufen sind. Trotz oder vielleicht wegen der Touristen.

Fazit: Affen machen Geräuche wie Vögel, Geckos lachen und manche Vögel klingen wie Affen. Total verrückt, aber schön…Habe ich was vergessen? Achja, bestes Wetter, sonnig und warm.

Monteverde

Seit Freitag sind wir nun in Monteverde. Hier gibt es den berühmten Nebelwald, den wir auch gleich nach der Ankunft erkundet haben. Abends ging es dann noch ins Ranario – Frösche bei Nacht beobachten. Wir hatten einen tollen Guide, der jede Menge wusste und einer guten Taschenlampe.

Für heute früh um 7 Uhr hatten wir dann eine guided tour gebucht, damit wir endlich mal all die Vögel, die man ständig hört, und noch ein paar Affen und Co. sieht. 6.55h – niemand am Reservat, Mann, potentieller Guide trifft ein – stellt sich raus, dass er nur Spanisch spricht und deshalb uns wohl nicht rumführen wird (war der Gärtner), 7.00h – nichts, 7.10h – Gärtner kommt mit vier Eiern wieder und sagt wir sollen uns gedulden, 7.20h – jemand öffnet die Tür, spricht kein Wort Englisch und fragt uns, was wir denn wollen – haha – natürlich zu der Tour, die wir am Vortag gebucht hatten – sie wisse von nichts – telefoniert ein paar Guides ab – natürlich hatte keiner spontan Zeit – frustriert und müde gehen wir also alleine ins Reservat und haben wieder keinen einzigen Vogel gesehen. Dafür zwei Agutis, Nasenbären und am Schluss ein paar Affen. Mit Guide hätte man die Zahl garantiert verdoppeln können.

Um 11.30 Uhr hieß es dann endlich Canopy fahren – auf deutsch: Mit einer Rolle an Drahtseilen über die Baumkronen des Nebelwaldes düsen  – das höchste Drahtseil war 380m hoch und das Längste 750m lang. Geschwindigkeit lag so zwischen 50-75km, man war mit einem Geschirr festgeschnallt und es war echt toll, Adrenalinkick pur!!!! Auf dem Bild seht ihr, wie Dieter gerade angedüst kommt.

Morgen wollten wir eigentlich weiter nach Manuel Antonio fahren (ca. 5 Stunden), mussten aber gerade feststellen, dass dieser Nationalpark auch wieder ausgerechnet am Montag geschlossen ist und so verbringen wir die Nacht und den Montag auf einer Hacienda, die in einem Privat-Reservat liegt und werden eine geführt Tour von ca. 6-7h am Montag  früh machen (Start: 5Uhr morgens – warum stehen Tiere eigentlich so verdammt früh auf?). Wir sind gespannt, was wir sehen werden. ;)

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Arenal – Klappe die Zweite

Nachdem unser erster Stop in Arenal ja mehr oder weniger ins Wasser gefallen ist, haben wir uns am Donnerstag, nachdem wir vor Ort angerufen und uns nach dem Wetter erkundigt haben, erneut auf den Weg gemacht um diesen schönen und aktiven Vulkan nun endlich doch noch zu sehen. Und was soll man sagen? Wir hatten viel Glück, denn wir waren am einzigen Tag seit Langem da, wo es nicht wolkenverhangen war. Heute früh konnte man auch schon wieder nichts sehen.

Wir haben dann im Nationalpark eine Wanderung durch meterhohes Schilf und Regenwald gemacht, bis wir zu einem erkalteten Lavafluss von 1992 gekommen sind. Der sieht jetzt mehr oder weniger aus wie “Geröll” und wir sind ein paar Meter hochgekrakzelt um den wunderschönen Ausblick auf den Vulkan und den Arenal-See  zu genießen.

Am späten Nachmittag sind wir dann zu den Wasserfällen in La Fortuna gewandert (gefühlte 1000 Stufen runter und wieder hoch). Das Besondere dort ist nicht nur der Wasserfall selbst, sondern dass man dort auch baden kann. Wir haben uns dann also mutig in die eiskalten Fluten gestürzt, aber bein Aufstieg danach ist uns ja schnell wieder warm geworden. ;)

Am Abend waren wir sehr lecker im El Novillo mit Blick auf den Vulkan essen, leider wollte dieser aber gestern keine Lava spucken. Trotzdem hat sich der Umweg zurück nach Arenal wirklich gelohnt.

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Rincón de la Vieja

Aufbruchstimmung überkam uns heute Morgen nach drei wunderschönen Tagen am Meer. So setzten wir unsere Reise mit Ziel Nationalpark (NP) Rincón de la Vieja fort und kamen dort gegen 12 Uhr an. Kurz gestärkt, ausgestattet mit viel Wasser, weil heiß, aber windig und mit Wanderschuhen ging es auf einem rund 3km langen Rundweg (teilweise steil und beschwerlich, Weg ging über Wurzeln, Steine und Baumstämme) durch Regelwald und Graslandschaft

vorbei an vulkanischen Aktivitäten, wie z.B. Fumarolen (heißer, blubbernder Schlamm) und kochenden, stinkenden Wasserlöchern,

sowie über Bäche, an Wasserfällen vorbei und allerlei Getier.

Wir haben z.B. einen Kapuzineraffen, einen Leguan, zwei Aguti und eine Schlange live erlebt und das Gebrüll von Brüllaffen gehört :) . Von den angeblich 257 vers. Vogelarten, die sich in NP befinden sollen, haben wir vielleicht drei Vögel gesehen – der Rest hat wohl gerade Siesta gemacht. Um auch diese Vögel mal bei ihrem Gesang zu beobachten, werden wir morgen (Donnerstag) nochmal zurück zum Vulcan Arenal bzw. NP Monteverde zurückkehren.

Arenal/La Fortuna

Am Freitagmorgen sind wir nach La Fortuna aufgebrochen und dort nachmittags angekommen. Wie es als Touri hier üblich ist haben wir einen der Thermal-Parks besucht. Das „Baldi Resort“ wird vom heißen Wasser des Tabacon Flusses gespeist, welcher heißes Wasser aus dem Vulkan Arenal führt. Wir lieben ja eigentlich beide Thermal-Bäder – nur ist es ein Unterschied ob man das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in Deutschland macht oder bei 30°C im Freien in Costa Rica. =) Die Anlage an sich bestand aus 20 Pools, wunderschön angelegt, umsäumt von Palmen und anderen Pflanzen und Swim-Up Bars. Es gab verschiedene Wassertemperaturen, von 34°C bis 45°C (!!!). Ehrlich gesagt wäre es uns lieber gewesen, es hätte noch ein paar kältere Pools zur Erfrischung gegeben. 34°C /36°C war das höchste der Gefühle – schließlich war es so ja schon heiß genug. Nichtsdestotrotz waren selbst in den heißesten Pools Menschen anzutreffen – keine Ahnung, wie die das ausgehalten haben. ;)

Die Quittung gabs am nächsten Tag: Dieter war so überhitzt, dass er den halben Tag mit Fieber im Bett lag. Davor waren wir haben noch – im strömenden Regen – bei den Hanging Bridges. Dort wurde ein ca. 3km langer Wanderweg durch den Regenwald gebaut, zwischendrin befanden sich immer Hängebrücken, die auf einer schönen Höhe waren, so dass man auch mal in die Baumkronen schauen konnte. Leider hat es aber schrecklich doll geregnet, so dass wir schon nach ein paar Minuten klitschnass waren. Zum Glück ist es hier trotz Regen noch sehr warm.

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Poas

Nachdem wir am Mittwoch gut in Costa Rica gelandet sind – super gutes Flugwetter mit fast durchgängiger Weitsicht und Blick auf die Erde – haben wir den Abend mit einem traumhaften Ausblick auf San José (Tag u. Nacht) bei Georg und Elif (Apartamentos Volcán Poás) verbracht. Donnerstagmorgen sind wir dann  zum Vulcan Poas aufgebrochen. Dieser liegt auf über 2500m ü.N. Der Krater entstand bei der letzten großen Eruption 1952-1954 und beeindruckt durch seine Ausmaße: 300m tief und einen Durchmesser von 1,3km. Vom Kratersee stiegen permanent Schwefelwaben auf.

Dann sind wir weiter zum früheren, mittlerweile vollständig erkalteten, Krater gewandert, der einen See beherbergt.

Gegen Mittag zog es uns dann weiter zum „La Paz Waterfall Gardens“, ein teurer, aber auch sehr sehenswerter Naturpark. Tucane tänzelten auf unseren Armen und Schultern und wir konnten Schmetterlingen beim Schlüpfen aus ihren Kokons zusehen (welche ich zunächst für wunderschöne grüne Ohrringe gehalten habe). Sehr beeindruckend, wie dieser Prozess von Statten geht. Außerdem haben wir  jede Menge Frösche, Kolibris und andere Vögel gesehen. Zum Abschluss sind wir an Wasserfällen entlang durch den Nebelwald gewandert.