Tipps für Weltenbummler…

…nach über 4000km im Westen der USA haben wir noch ein paar Erkenntnisse fernab von den Sehenswürdigkeiten für alle Weltenbummler, die auch die Route bzw. einen Teil davon fahren möchten:

- San Francisco ist ein sehr teures Pflaster: Auch wenn es blöd ist, sich im Vorfeld bei einer Rundreise auf fixe Tage festzulegen: Hier spart man deutlich, wenn man ein paar Wochen vor Abflug ein Hotel bucht (wir haben erst ein paar Tage vorher gebucht und durften ordentlich draufzahlen). Parken ist in San Francisco sehr teuer, deshalb am besten ein Motor Inn buchen (Parkplatz meist kostenlos oder günstiger), denn in einem “normalen” Hotel fallen dort Parkgebühren von über 25$/Overnight an und auch öffentliche Parkplätze bewegen sich ab 15$/Tag.

- Hotels im oder in der Nähe vom Grand Canyon NP sind i.d.R. Monate im Voraus ausgebucht. In Flagstaff (ca. 1,5h weg) kann man gut und günstig übernachten.

- Auch wenns teuer ist und man lange im Vorfeld buchen muss: Es lohnt sich direkt im Yosemite NP zu übernachten. Es ist traumhaft schön dort und wenn man mehr als ein paar Stunden vor Ort hat, kann man dort z.B. auch Kanu fahren. Übernachtungen außerhalb des NP haben immer eine Anfahrt von mind. 2h zur Folge, egal ob vom Westen oder Osten kommend.

- Den Highway #1 möglichst nicht an einem Wochenende fahren – bei uns waren sämtliche Unterkünfte von Monterey bis Ventura ausgebucht bzw. wurde Preise von über 125$ pro Nacht in den einfachsten Motels verlangt, so dass wir an diesem Tag ziemlich viele Meilen gefahren sind.

- Motel 6 ist in den kleineren Ortschaften eigentlich für alle Low-Budget-Touristen zu empfehlen. I.d.R. kostet eine Übernachtung zwischen 50-70$ (mit ISIC gibt’s online nochmal 10 % Rabatt) und alle waren durchweg gut und sauber. Bessere Hotel (z.B. in den Städten) bucht man am besten über Hotwire: Dort entscheidet man sich für eine Region und die Sterne und verschwendet keinen unnötige Zeit mit dem Analysieren von Hotels/Hotelbewertungen etc., weil man einfach eins zugewiesen bekommt (und dabei natürlich spart) ;)

- beim Reisebudget viel Geld für Essen einplanen, wenn man nicht jeden Tag Burger essen möchte und die Restaurants (auch schon die einfachen) haben saftige Preise (16-20$) für alles, was nicht mit Burger (Burger-Empfehlung in Santa Barbara: The Habit Burger Grill ), Sandwich oder Burrito/Taco gekennzeichnet ist und dazu kommt dann ja immer noch die Tax und die noch nicht inkludierten 15-20 % Trinkgelder.

- vorher viel Gemüse essen ;) , in den USA gibt es (außer im Supermarkt) bei den Gerichten nicht viel davon: Auch Salate bestehen dort zum größten Teil aus Käse und Croutons – je weiter man sich der Küste und Hollywood nähert, desto besser wird es aber ;) ;) ;)

Ansonsten bleibt uns nur zu sagen: Viel Spaß an alle, die diese schöne Reise noch vor sich haben! Wir hatten eine tolle Zeit, haben viel gesehen und nehmen viele unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause.

Der Abschluss in San Diego

Nachdem wir zwei schöne, heiße Tage am Hotelpool in Indian Wells in der Nähe von Palm Springs verbracht haben, gings auf nach San Diego, dem letzten Ziel unserer schönen Reise.

Nachmittags angekommen, haben wir uns gleich mal die Uferpromenade samt schönen Hafen angeschaut. Dabei waren wir auch auf dem Militär-Flugzeugträger USS Midway, der bis in die 1990er genutzt wurde. Mir Audiotour gings ins heiße, stickige und enge Innere des Schiffes: Man kann sich kaum vorstellen, dass hier tausende Menschen auf offener See monatelang lebten und arbeiteten.

Den ganzen Freitag haben wir dann im schönen SeaWorld verbracht. Auch wenn der Eintritt happig ist, lohnt er sich wirklich. Sämtliche Shows mit u.a. Shamu Walen, Delfinen, Artisten, Robben, Otter etc. waren wirklich sehr beeindruckend und weit weg von dem, was man so aus Europa kennt. Es ging nicht nur um Kunststückchen vorführen, sondern es wurden ganzen Geschichten in den Shows dargestellt. Wirklich sehr gelungen! Man musste sich schon einen Plan machen, um auch alles sehen zu können. Delfine und (glitschige) Rochen, sowie Seesterne konnte man unter Aufsicht anfassen und mit der erst in dieser Woche eröffneten Manta-Achterbahn und sämtlichen Wasserbahnen fahren. Wir haben dann auch noch an einer Behind-the Scenes-Tour teilgenommen, dort konnten wir Seeschildkröten füttern und haben uns den Rescue-Bereich angeschaut: Delfin-Babies und schreiende Robben-Babies, einfach nur süß!

Abends kann man, wenn man mexikanisches Essen nicht schon total über hat, übrigens sehr gut in Old Town essen gehen, dort sieht es aus wie in einem alten, restaurierten mexikanischem Dorf. ;) Am Samstag haben wir unsere Reise dann im Balboa Park und Mission Beach ausklingen lassen, bevor wir uns abends in den Flieger nach Berlin setzen mussten.

 

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Autos, Hunde, Los Angeles

Ja, was soll ich sagen. Man hat im Vorfeld viel über Los Angeles – L.A. – gehört, gelesen und gesehen und meiner Meinung nach, trifft alles zu und noch viel mehr. Aber der Reihe nach…

Nach der wunderschönen Fahrt auf dem Highway #1 sind wir am Sonntagmittag in Santa Monica, was zum Großraum L.A. gehört, eingetroffen und haben unser Hotel bezogen. In L.A. zeigte sich überaus deutlich: Amerikaner lieben ihr Auto und bewegen sich nur damit fort. Gut es sind teilweise auch weite Strecken, die zurückgelegt werden müssen, denn der Großraum L.A. erstreckt sich über 100mi vom Meer aus nach Westen. Dennoch hat mir der kurze Einblick in das tägliche Rush-Hour-Leben bei der Ankunft gereicht, um zu sagen: “Das Auto so wenig wie möglich benutzen”. Es war das Memorial Day Weekend und so zog es mehrere zehntausend Menschen an die Strände von Santa Monica und natürlich mit Auto und Hund, aber dazu später mehr. So sind auch wir – ohne Hund – am Sonntagnachmittag noch zum Strand gegangen und haben uns das Verkehrchaos als Füßgänger angeschaut – mindestens 1h Wartezeit um auf dem Parkplatz zu kommen. Die Strände sind wirklich sehr breit und widererwartend sehr sauber und so haben wir unsere Füße beim Sparziergang im, für unsere Verhätlnisse, kalten Pazifik gebadet (17°C). Der Rest war aber mit vollem Körpereinsatz dabei und so entstand wohl auch unser Glaube, dass es in L.A. immer schön warm sei – dabei scheint “nur” die Sonne und gebadet wird auch bei diesen kalten Temperaturen. Der positive Nebeneffekt des Memorial Day Weekends: Die Straßen in die City waren für L.A.-Verhältnisse wie ausgestorben und so haben wir uns am Montagvormittag (Feiertag) zu einer Fahrt – ohne Stau -  zum Hollywood Boulevard (Walk of Fame) und Beverly Hills aufgemacht. Der schmucke Stadtteil Beverly Hills mit seinen Villen (auch von Stars und Sternchen) und palmengesäumten breiten Straßen ist wirklich nett anzusehen, ganz im Gegenteil dazu der Hollywood Boulevard, von dem ich mir irgendwie mehr erhofft hatte, aber im TV sieht man halt doch nur einen kleinen Ausschnitt und so konzentrierte sich hier der ansehnliche und amüsierende Teil rund um das Kodak Theater und Chinese Theater.

Zurück im Hotel – mit nur einem kleinem Stau – das selbe Bild vom Vortag. Menschenmassen am Strand und parkplatzsuchende Automassen. Wir sind diesmal entlang der Promenade vom Santa Monica Pier über den Santa Monica Muscle Beach nach Venice Beach gelaufen und was wir dort angetroffen haben, haben wir nicht erwartet oder mit den Worten eines Passanten gesagt: “This is where the FREAKSHOW starts!” Wir wissen nicht, ob es dort immer so zu geht oder es am Feiertag lag, aber in Worte kann man das nicht fassen. Skater, Fahrradfahrer, Musiker, Straßenmusiker, sog. Künstler, Kreative, Gewerbetreibende, Selbstdarsteller, Freaks, Schönheitswahnsinnige/-operierte, Bodybuilder und das Ganze überwacht vom L.A.P.D. auf Pferden, Quads, Fahrrädern, zu Fuß. Und Hunde natürlich, die entweder getragen, im Kinderwagen geschoben, im Fahrradkorb gefahren wurden oder aus einem der vier offenen Autofenster geguckt haben. Einfach nur geil…bzw. L.A. :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne sind wir nach Palm Springs ins Warme “geflüchtet”, eben weil es in L.A. zwar sonnig ist, aber uns dennoch zu kalt!

Highway #1

Nachdem wir am Freitag im Outlet Center shoppen waren, sind wir am Samstag den Highway #1 langedüst – eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Begonnen hat der Tag in Monterey allerdings mit Nebel, 13°C und Nieselregen. Trotzdem haben wir  uns den Küstenabschnitt dort angeschaut und sogar Wale direkt der Küste gesehen (dank der drei Touriboote um sie herum, wusste man ungefähr, wo man nach der Flosse Ausschau halten musste) und diese süßen Tierchen entdeckt:

Weiter ging‘s zum Point Lobos, einem Naturpark, an dem man, dreimal darf man raten, Meeressäugetiere beobachten kann. Trotz des schlechten Wetters haben wir ziemlich viele Seelöwen, Seehunde (etwas kleiner) und Seeotter erblicken können. Insgesamt ein tolles Reservat, auf dessen Wanderwegen man locker einen ganzen Tag verbringen könnte. Da wir aber noch knapp 300 Meilen vor uns hatten, hieß es nach einer Stunde wieder rein ins Auto und über den kurvigen Highway # 1 weiter gen Süden. Ab Big Sur hatte der Wettergott auch Erbarmen mit uns – es klarte auf und bald gab‘s nur noch Sonne satt.

Was zunächst aussah wie eine große Sammlung Baumstämme, entpuppte sich als ein Strand mit hunderten Seeelefanten (ich glaub, bald haben wir alle Arten gesehen) – anders als Robben, jaulen diese großen Tiere nicht, sondern machen schnarch-ähnliche Geräusche, um sich zu artikulieren. Eine wirklich tolle Überraschung, von der noch nicht mal was im Reiseführer stand.

Weiter ging‘s mit hungrigen Magen zum Zwischenstopp in Morro Bay. In der Sonne sitzend direkt an der kleinen Bucht am Hafen gab’s nicht nur sehr leckeren Fisch zu essen, sondern man hatte die freie Sicht auf im Wasser spielende Robben und Seeotter. Was für ein Spaß! Nach weiteren 2,5h hatten wir dann endlich unser Schlafquartier in Ventura erreicht. Da es ja weit und breit nördlich kein Zimmer mehr gab bzw. die spärlich noch übrigen sündhaft teuer waren, haben wir dann am Sonntag in Kauf genommen, nochmal zurück bis Santa Barbara zu fahren und uns diesen schnuckeligen Ort anzuschauen. Es hat sich gelohnt und wir sind durch den Ort geschlendert. Es ist wirklich schön dort! Weiter ging’s dann Richtung Los Angeles (L.A.), genauer nach Santa Monica – aber das ist eine andere Geschichte…

San Francisco

Wir haben 2 1/2 sehr schöne Tage hier in San Francisco verbracht und alle Touristenattraktionen zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Schiff abgeklappert, die so angepriesen wurden. Die Stadt ist wunderschön und lädt an jeder Ecke zum Verweilen ein. Trotz strahlend blauem Himmel und Sonne ist es ziemlich kalt hier: 17°C. Das liegt am teils eisigem Wind. Dick einpacken hieß es also.

Am Dienstag haben wir erstmal den berühmten Pier 39 – Fisherman’s Wharf – erkundet und den Seelöwen “Hallo” gesagt, denn seit 1989, nach dem Erdbeben, haben einige Seelöwen beschlossen, in der Bucht zu bleiben. ;)

Abends gings durch Chinatown (wo wir übrigens wohnen, gute Lage und der einzige Preis, den wir uns hier leisten konnten/wollten – $25 pro Tag fürs Parken ist keine Seltenheit! NYC ist billig gegen SF) zum Union Square – Sightseeing und Leute anschauen.

Und damit wir auch wirklich alles gemacht haben, was man hier so macht, haben wir uns am Mittwoch Bikes ausgeliehen – ja und wir wussten vorher, dass hier um jeder Ecke ein steiler Hügel lauern kann. Die meisten bieten solch eine Radtour über die Golden Gate Bridge an, wir aber wollten damit lieber ein bisschen Sightseeing machen und so sind wir 25km quer durch die Stadt gefahren. Zunächst am Meer entlang bis zur Golden Gate Bridge, dann zum und durch den Golden Gate Park ,zu den Painted Ladies am Alamo Square (da werden Full House Erinnerungen wach), der City Hall und schließlich die Lombard Street, einer der steilsten Straßen der Welt. Hier klicken für unsere gefahrene Route. Völlig erschöpft mussten wir uns dann erstmal mit einem sehr guten Burger bei “In-N-Out Burger” stärken.

Heute früh sind wir dann rüber zur Insel Alcatraz geschippert. Das einstige Hochsicherheitsgefängnis war schon beeindruckend und beängstigend zugleich. Eine toll durchdachte Audio Tour (Gefangene und Gefängniswärter erzählen) hat uns von Zelle zu Zelle und durch die verschiedenen Räumlichkeiten geführt. Lebend ist wohl niemand von der Insel gekommen, obwohl es fünf Leute geschafft haben aus dem Gefängnis auszubrechen, denn Sie wurden niemals wieder gesichtet.

Zum Abschluss sind wir dann natürlich heute auch nochmal mit der berühmten Cable Car gefahren (wofür man btw ganz schön anstehen muss) und haben leckeren American Käsekuchen in der Cheesecake Factory gegessen.

Leider mussten wir in San Francisco auch ziemlich viel Zeit in die Planung der verbleibenden Tage stecken. Der Feiertag am Montag “Memorial Day”, irgendein blödes Baseball-Tournier auf unserem geplanten Etappenziel Morro Bay (und 100km im Umkreis) hat alle Hotel- bw. Motelpreise in die Höhe steigen lassen. Auch das bis zu unserer Abreise schlecht vorausgesagte Wetter (kalt!!!) für Monterey, L.A. und San Diego haben uns eine Weile zum Recherchieren gezwungen. Statt der letzten geplanten Tage am Strand werden wir vermutlich noch einmal ins Landesinnere nach Palm Springs fahren (dort sind 43°C vorhergesagt) und uns zwei Tage am Pool gönnen (wohlbemerkt ist dort in dieser Woche dank des Feiertags auch alles 3-4x so teuer). Sunshine State ja, aber warum ist es denn so wahnsinnig kalt hier? Es ist doch Ende Mai!!! Morgen gehts erstmal ins Outlet Center südlich von San Francisco, bevor wir dann am Samstag von Monterey über Carmel, Morro Bay, Santa Barbara bis nach Ventura fahren – die absurden Hotelpreise zwingen uns leider zu diesem Mammut-Trip. Dennoch haben wir San Francisco genossen.

 

Bären und beeindruckende Natur – Yosemite NP

Wir haben das kleine aber feine Städtchen Mammoth Lakes verlassen und sind auf dem Weg nach San Francisco. Dabei haben wir heute den Yosemite National Park besucht. Nach einer Fahrt über die begrenzenden Berge, eröffnetete sich uns ein wunderschönes Tal (Yosemite Valley) mit grünen Wiesen, Wäldern, Wasserfällen und jede Menge Wildtiere. Wir haben ein paar Wanderungen entlang am Fluss und zu zwei Wasserfällen unternommen und die Sonne mit angenehmen 25°C genossen.

Was tut man, wenn man einen (hungrigen) Bären sieht? Groß machen und Lärm machen, damit der Bär mehr Angst vor einem selber hat, als man selber vor ihm :-) … und natürlich ein Foto von ihm machen. Das ist uns heute gelungen:

Außerdem haben wir heute ein Reh, ein Murmeltier und mehrere amerikanische Eichhörnchen und natürlich jede Menge Vögel gesehen.

Als Zwischenstopp sind wir heute in Oakdale eingekehrt, bevor es dann morgen nach San Francisco geht.

1300 Meilen, 3400 Höhenmeter, zwei Zeit- und mehrere Klimazonen

Mittlerweile sind wir schon ganz schön rumgekommen und da ja oft der Weg bekanntlich das Ziel ist, möchten wir euch die Eindrücke der schönen (sich ständig ändernden) Landschaften nicht vorenthalten. Es kam schon häufiger vor, dass wir irgendwo bei sengender Hitze losgefahren sind und kurze Zeit später wieder Schnee sehen konnten. Genauso wechseln sich hier Wüste und Steinformationen mit grünen Wiesen und  Creeks (Bächen) ab. Hier eine kleine Auswahl von unseren Schnappschüssen “on the road”:

Grand Canyon –> Kanab:

Bryce Canyon –> Las Vegas:

3400m hoch:

Alabama Hills in Lone Pine:

Mammoth Lakes:

Von Mammoth Lakes fahren wir morgen zum Yosemite NP

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